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Alles hat ein Ende – Tag 11 & 12 & 13 & 14

Herzlich Willkommen zum geschummeltsten Blogpost dieser Reisebloggeschichte. Das Abenteuer Interrail hat mittlerweile ein Ende gefunden und doch vermisst dieses Weblog noch 4 Tage der durch Reise. Obwohl ich niemals den Anspruch auf Vollständigkeit oder Regelmäßigkeit gestellt hatte, würde es sich falsch anfühlen dieses Vorhaben nun so unvollendet liegen zu lassen und durch die Schatten der Zeit immer weiter verschwinden zu lassen, denn in regelmäßig periodischen – ja periodisch, nein ich weiß nicht was das genau bedeutet aber es klingt gut – Abständen würde mich sonst das Schuldgefühl der Unvollständigkeit wiedereinholen und sich schmerzhaft doch mein Gehirn fressen und würde ich mich an den Tag zurücksehnen an dem ich noch die Möglichkeit gehabt hätte dieses Werk zu vervollständigen – oder ich warte einfach auf den Tag an dem Zeitreisen erfunden werden.

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© Gregor

Also Tag Nummero (nochmal g’schwind nachschauen) 11 (hätt ich jetzt eigentlich auch ausrechnen können wenn wir 14 Tage unterwegs waren und 4 Tage fehlen, naja). Zu einer absurd frühen Uhrzeit stellen wir uns wiedermal den Wecker um rechtzeitig zu dem Zug der uns nach Amsterdam bringen soll, zu kommen. Nachdem wir wieder durch dieses eigenartige Viertel durch müssen (da wo geklaute iPhones verkauft werden und wir unsere Kameras zur Sicherheit in den Taschen verstaut haben) entschieden wir uns für die Fahrt mit der U-Bahn, welche etwa 2/3 des Weges übernehmen konnte. Die Freude war groß als wir die defekten Fahrscheinautomaten mitsamt des geschlossenen Ticketschalters daneben erblickten. Einige laut ausgesprochene (nicht jugendfreie) Wörter (es war früh verdammt!) später näherte sich eine Dame des Personals. In gebrochenem Englisch wollte sie uns zu verstehen geben, dass wir die Tickets einfach dort kaufen sollen wo wir aussteigen und sie uns jetzt einfach durch den Schranken lässt. Erleichtert und doch von dem Gedanken geplagt, was im Falle eines nicht Auftauchens der Frau geschehen wäre, schafften wir es schlussendlich bis zu unserem Ziel. Das inkonsequente System der Ausgänge (manchmal braucht man ein Ticket, manchmal nicht) ermöglichte es uns die Einsparung von knappen 2 Euro. So hatte dieses zu beginn unglücklich wirkende Szenario also am Ende auch noch einen positiven Effekt. Meine Folgehandlung daraus bestand übrigens aus einem Schokoladekauf (natürlich nur um die Nerven zu beruhigen!) der (wenn man die weggefallenen Ticketgebühren miteinrechnet) extrem günstig war.

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© Gregor

In Amsterdam angekommen, musste ich leider wiederum feststellen, dass ich hier keinen billigen Kaffee bekomme, dafür beförderte mich die idyllische Stadt behutsam aus meinem Müdigkeitszustand (es könnte auch einer der tausenden Fahrradfahrer gewesen sein der mich mit seiner schrillen Klingel aus dem Halbschlaf riss, weil wir auf dem Fahrradweg unterwegs waren). Ernsthaft: Es ist schwerer dort den Fußgängerweg zu finden als den Fahrradweg. Schlimm! Nein eigentlich wunderbar! Aber trotzdem: Eigen. Es ist also wie alle sagen: Es gibt dort echt echt echt viele Fahrräder. U.a. was Fahrradwege angeht kann sich Wien und Österreich an Amsterdam ein Beispiel nehmen. In den seltensten Fällen muss ein Fahrradfahrer dort auf der Straße direkt bei den Autos fahren. Wiedermal der passende Zeitpunkt eine weitgehend autofreie wiener Innenstadt zu fordern.

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© Gregor

Aber nicht nur die Fahrräder machen Amsterdam zu einem sehr schönen Ort. Auch die Häuser und die Kanäle die die Stadt durchziehen sorgen dafür, dass man sich dort sofort wohl fühlt. Als wir auf der Bank neben eben so einem Kanal Platz nahmen, offenbarte sich natürlich auch bald die nächste Besonderheit dieses Landes. Zwei Deutsche (die übrigens geglaubt haben, dass Wien eh voll nah bei Amsterdam ist) fingen an sich einen Joint zu bauen bzw. eigentlich nur einer von den beiden, der andere fragte uns nach einem Taschentuch und hielt uns für Engländer. Ich hoffe übrigens der hat den dann nicht alleine geraucht, denn ich glaub der war pur und ziemlich groß. Aber da waren wir dann schon wieder weiter auf der Erkundungsreise quer durch Amsterdam.

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Der prägnante Gras-Geruch ist aber immer wieder präsent. Vor allem auch in Restaurants, was doch etwas für Verwunderung sorgte. Entweder die sind dort bereit echt viel Geld für Essen und Trinken auszugeben oder sie müssen echt leiden. Naja aber vielleicht sollte man die Legalisierung von Cannabis zukünftig als Gastronomie-Förderungsmaßnahme verkaufen.
Ach eines meiner Lieblingsthemen fehlt natürlich noch: Ampeln. Ja die sind in Amsterdam gar nicht sooo schlimm. Also sie blinken zumindest einige male bevor sie umschalten, wenn auch sehr schnell.
Was außerdem auffiel: Es waren überall sehr viele Leute mit Plastikflaschen unterwegs, obwohl das Leitungswasser dort eigentlich gut ist. Fiel mir wahrscheinlich aber auch nur so sonderlich auf weil, das Wasser in Spanien so schlecht war und ich von den Franzosen nichts anderes erwartet hatte. Was noch traurigerweise dazukam ist das Nichtvorhandensein von Wasserbrunnen in der Stadt.

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© Gregor

Am späteren Nachmittag ging es dann weiter in das etwa 50km entfernte Amersfoort, wo wir freundlicherweise für unseren Aufenthalt in Amsterdam übernachten durften und verpflegt wurden. Jan und Jolanda (zwei langjährige Freunde von Alex) – und ein überaus witziges und fröhliches holländisches Paar – nahm uns nicht nur für den Dauer des Aufenthaltes auf sondern zeigte uns auch Amersfoort und die Umgebung (mit einem Abstecher zu bestimmt einem der besten Eisläden überhaupt). Amersfoort selbst ist wie auch Amsterdam ein sehr schönes Fleckchen Boden auf dieser Welt. Müsste ich es in einem kurzen Satz beschreiben wäre dies: Amsterdam mit einem niederösterreichischem Hauch.

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Tag 12 war der wohl entspannteste Tag unserer ganzen Reise. Zu Fuß wurde Amersfoort noch weiter erkundet und das Feeling der Stadt weiter aufgenommen. Psychisch mussten wir uns wiedermal auf frühes Aufstehen vorbereiten.

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Tag 13 begann mit einer 6-stündigen Zugfahrt nach Berlin. Ich selbst war schon mehrmals in Berlin, Alex noch nicht, Sightseeing stand also wieder auf dem Programm. Nachdem die absoluten Standardorte (Brandenburger Tor und rundherum) relativ schnell durchlaufen wurden begaben wir uns dann bald auf dem Weg zu soulbottles Hauptquartier, welches eher am Rand (ok also ehrlich: Da draußen schaut’s echt aus wie in der Pampas) liegt. Was hab ich mit soulbottles zu tun? Ich muss kurz ausholen: Mein erster persönlicher Kontakt mit soulbottles entstand vor etwa 2,5 Jahren in einer WG in Wien. Ein müder Co-Founder und ein Zimmer dessen Boden vollständig mit soulbottles bedeckt war, führten folglich dazu, dass ich nun seitdem immer mal wieder als Volunteer – meist IT-Sachen – aushelfe. Mittlerweile ist die Firma angewachsen und hat ein Lager sowie zwei kleine Bürozimmer. Achja und wir verkaufen coole Glasflaschen!
Nachdem wir dankenswerterweise bei eben diesem Co-Founder für die eine Nacht die wir in Berlin verbleiben pennen dürfen – und wir nicht weiter mit den viel zu schwerer Rucksäcken durch die Stadt rennen wollen – geht es also nicht allzu lange nach der Ankunft in Berlin zum Firmensitz. Zu dem mittlerweile auch ziemlich angewachsenem soulbottles-Team gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Das ist der wohl netteste Haufen an Menschen den man auf diesem Planeten so finden kann.

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Tag 14 ist nun wirklich der allerletzte Tag dieser Reise. Womöglich war es dieser Fakt der meine Stimmung an diesem Tag etwas trübte. Die Geschehnisse des Tages waren wiederum großteils Sightseeing Aktivitäten. Alles wichtige was am Vortag noch nicht erledigt werden konnte wurde dann auch noch abgehakt. East Side Gallery, Museumsinsel, Hackesche Höfe und zum Abschluss haben wir uns im KaDeWe noch etliche Dinge angeschaut die wir uns ganz bestimmt nie leisten können. Zwischendurch wurde etwas Club Mate gekauft – Alex hatte noch wirklich Mate getrunken – und das in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Nachdem ich schon gewußt hatte, dass die Winter-Edition ein totaler Reinfall ist, hab ich trotzdem den anderen Alternativen nochmal eine Chance gegeben. Also: Der Eistee (oder wie der heißt) ist ok. Nur ein bisschen süßer und koffeinhaltiger als das Original. Granatapfel ist eines der grauslichsten Getränke, das ich jemals getrunken habe.

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Um 21 fuhr dann unser Bus von ZOB ab. Wir waren viel zu früh dort was vor allem für mich eine neue Erfahrung war (den letzten Bus von Berlin nach Hause hätte ich fast verpasst (das waren wirklich vielleicht 2 Minuten vor Abfahrt)). Während der Fahr wären wir beide fast verdurstet, da wir nach kurzer Zeit nur mehr die Granatapfel Club Mate hatten und die einfach nicht trinkbar war. Als ich beim Halt in Tschechien ausstieg um Wasser von der Toilette zu holen, musste ich feststellen, dass dieses zurückgebliebene Land keinen Euro hatte und man aber für den Eintritt zur Toilette bezahlen musste. Leicht dehydriert kamen wir – ca. 20 Minuten zu früh – in Wien an. Schade dass es schon vorbei ist!

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© Alex

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Die Sonnen- und Schattenseiten von Paris – Tag 9 & 10

Jede Abfahrt ist irgendwie mit ein bisschen Wehmut verbunden, aber die heutige besonders, nicht zuletzt weil wir diesmal nicht nur Barcelona, sondern damit auch gleichzeitig Spanien verlassen und nach Paris weiterreisen.

Der Bahnhof in Barcelona präsentierte sich auch bei der Rückfahrt genauso chaotisch, unorganisiert und nicht-englischsprechend wie bei der Ankunft. Die ersten Augenbrauen wurden hochgezogen, als unser Zug auf keiner der großen Leinwände in der Bahnhofshalle aufgelistet war. Erst einige Minuten des verdutzen Herumschauens später fanden wir unseren Zug auf einer kleinen Anzeigetafel wieder. Wieso dies der Fall war bleibt wohl ein Mysterium.

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Nach den Sicherheitschecks – nein ich weiß noch immer nicht wozu die dienen sollen – begegneten wir dann noch ganz anderen unguten Menschengestalten, die meinten wir müssen jetzt unbedingt sofort Daten – die sowieso schon auf dem Interrail-Ticket selbst stehen – in das Formular welches sich auf dem Papier-Einband des Tickets befand eintragen. Tun wir einfach mal so als hätten wir noch ewig viel Zeit bis zur Zugabfahrt gehabt. Und tun wir auch einfach so als wäre irgendeiner von denen der englischen Sprache mächtig gewesen. Und tun wir einfach auch so als hätten sie nachher nochmal kontrolliert ob wir auch wirklich alle Daten richtig eingetragen – haben wir nicht – haben.

Nach diesen bürokratischen Hürden im Zug angekommen, wurde vor allem meine Unmut noch durch die kleinen Sitze ohne viel Beinfreit sowie meinem Irrglauben des Fehlens von Steckerleisten verstärkt. Nachdem die Klimaanlagen den Zug wieder auf unangenehm tiefe Temperaturen heruntergekühlt hatte, meinten plötzlich Schaffner sie müssen jetzt nochmals die Tickets kontrollieren. Wurde zwar schon beim „Einchecken“ gemacht aber okay.

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Einige Zeit später und einige Grad weniger stolzierten dann französische Polizisten in den Zug die meinten sie müssen nun sehr genau die Ausweise kontrollieren. Schengener Abkommen aber gut. Zu den Polizisten müssen noch zwei Dinge gesagt werden: 1. Sie konnten richtig gut Englisch. 2. Sie haben ziemlich auffällig ihre Waffen mit sich getragen. Ich weiß ja nicht wies euch geht, aber ich fühl mich eigentlich nicht so wohl wenn da plötzlich auf Gesichtshöhe eine Pistole neben mir herumbaumelt.

Die 6 stündige Zugfahrt war dann auch irgendwann durchgestanden und wir in Paris angekommen. Erster Eindruck: Nicht so toll. Aufgrund Terminprobleme unseres AirBnB-Hosts konnten wir erst etwas später in die Unterkunft und so entschieden wir uns für den Fußweg. Nachdem wir die ersten recht dreckigen Straßen hinter uns gelassen hatten, gerieten wir plötzlich in eine Menschenmenge die scheinbar unter der Beobachtung der Polizei stand. Alle paar Meter standen ein paar Beamte und umso näher man sich die Leute ansah durch die man sich da gerade durschlängelte umso mehr hatte man das Gefühl, dass es ziemlich angenehm ist, dass dort überall Polizei steht. Das war der Moment an dem wir beide unsere Kameras in die Taschen verpackt haben. Sicher nicht die schlechteste Entscheidung des Tages.

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Die nächsten paar Straßen waren etwas ruhiger – wenn auch nicht sauberer – und ich konnte mich wiedermal auf eines meiner absoluten Lieblings-Reise-Suder-Themen konzentrieren: Ampeln. Also leibe Franzosen wirklich jetzt: Erstens: Wenn Sonne auf eure Ampeln scheint, sieht man mal gar nicht obs grad rot oder grün ist. Zweitens: Eure Maxln sind nebeneinander: WIESO?! Dadurch braucht man viel länger um zu erkennen ob’s grad rot oder grün ist. Drittens: Eure Ampeln bliken gar nicht. Also so wirklich gar nicht. Die schalten instant von Grün auf Rot. Weder mein Gehirn, noch meine Augen, noch mein Gehirn ist so schnell um das zu überreißen. Das sind ja Zustände hier.

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Während wir die Straße weiter entlanggingen und darauf warteten, dass endlich mal ein Franzose den minimalen Anstand besaß um selbst an die Seite zu weichen, wenn da zwei mit schweren Rucksäcken beladene Jugendliche vorbeistolzierten, gerieten wir wieder in ein komisches Viertel. Plötzlich waren überall Marktstände – soweit so gut – und dazwischen wurden iPhones und Brillen verhökert. Ich bin mir noch nicht sicher ob es gestohlene iPhones oder gefälschte waren, denn obwohl sie sehr original ausgeschaut haben, hoffe ich noch immer auf Zweiteres. Aber ich kann euch sagen: Spätestens seit diesem Moment hab ich mir alle 2 Minuten an die Hosentasche gegriffen um auch zu überprüfen, dass noch sämtliche Wertgegenstände die da sein sollten auch wirklich da sind.

Nachdem uns ein zwar hilfsbereiter aber nicht sonderlich behilflicher Franzose wieder – auf der Suche nach der AirBnB-Unterkunft – aus dem Gelände wo wir eigentlich hingehört hätten hinausgeschickt hatte, kamen wir auch dort schlussendlich wohlbehalten an.

Bezüglich der Englisch-Kenntnisse der Franzosen lässt sich vom ersten Eindruck her sagen, dass sie noch mehr auf ihrer Sprache bestehen als es schon die Spanier taten. Nicht nur wurde die Tatsache, dass man gerade mehrere Sätze Englisch geredet hat einfach ignoriert, auch die konkreten Hinweise auf die englische Sprache wurden einfach ignoriert.

Morgen geht’s dann in die Tourismusgebiete der Stadt, die sich hoffentlich in einem besseren Licht präsentieren als dieser Stadtteil. Wir melden uns dann, wenn wir’s überlebt haben. (Mama, wenn du das ließt: Keine Sorge, wir wissen schon wie wir auf uns aufpassen 😉 )

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Neuer Tag, Neues Glück, Neuer Versuch für Paris. Die Illusion nach einem billigen morgendlichen Kaffee wurde gleich mal zerstört. Selbst bei McDonalds – wo man in AT einen Euro (EINEN EURO!) dafür zahlt – blättert man in Frankreich stolze 2,10€ für einen kleinen Kaffee hin.

Wenig später begann die fast schon traditionelle Suche nach einer Stadtkarte mit Sehenswürdigkeiten, immerhin hatten wir nur einen Tag Zeit, die wichtigsten Gebäude und Kirchen mussten also schnell abgeklappert werden. Zur allgemeinen Gemütsverbesserung wurde dann noch eine Entfernung des unnötigen Werbematerials auf der Karte vorgenommen.

Nachdem schon viel zu viel Geld für den Kaffee draufgegangen war, war es auch schon fast egal, dass noch mehr Geld für das eigentliche Frühstück ausgegeben wurde. Dafür waren die aufgebackenen Croissants zum Bahnhofseinheitspreis wenigstens gut essbar.

Wie schon in Spanien stellte sich heraus, dass die Fußgänger sich nicht gerade an die rot bzw. grün leuchtenden Maxerln am Zebrastreifenrand halten und mehr oder minder willkürlich den Zeitpunkt des Straßenüberquerens zu wählen scheinen. Das führte sogar zu der absurden Situation, dass sich ein Taxi-Fahrer per Handzeichen bei uns bedankt hat, dass wir bei der roten Ampel stehengeblieben sind.

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Sobald wir umzingelt von Menschen mit Kameras waren, die alle verschiedene Sprachen – aber kaum Französisch – sprachen, befanden wir uns in der Regel in gepflegten französischen Straßen oder neben prunkvollen Gebäuden. Die Innenstadt war ok, eine Touri-Innenstadt halt.

Viel spannender waren da schon – ich finde auch die absurdesten Dinge spannend – die Toiletten der Innenstadt. Die fühlten sich ein bisschen wie Zukunft an. Nachdem man per Knopfdruck die Tür öffnete, welche sich automatisch hinter einem wieder schloss, wurde man von einer französischen Stimme durch den Klobesuch begleitet. Meine nicht vorhandenen Französischkentnisse waren leider nicht ausreichend um auch nur eine annähernde Interpretation des Gesagten wiedergeben zu können, aber es war schon eigenartig genug nicht zu verstehen was die Stimme von sich gab.

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Einmal bekommt jetzt noch eine Kirche etwas mehr Aufmerksamkeit: Notre Dame. Großes Gebäude und so, aber was sich darin abspielte war noch viel beeindruckender. Da haben sich ernsthaft Leute angestellt um sich auf eine sehr ineffiziente Weise – mit zwei Fingern und nur ausgewählte Stellen des Gesichts – zu Waschen. Also: 1. Das ist Wasser was mit Wasser geweiht wurde (oder auch nicht) – fällt euch auf wie absurd das ist? 2. Da greifen tausende Leute täglich rein: Wisst ihr eigentlich wie unhygienisch das ist? 3. Nahe des Notre Dame ist ein Wasserbrunnen: Wenn ihr euch das Gesicht waschen wollt, tut es dort.

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Schließlich haben wir noch einem Schweizer der uns Österreicher in Frankreich für Amerikaner hielt geholfen bevor es – nachdem ich mein Ticket austauschen lassen musste (es hat nichtmal einen Tag gehalten(französische Qualitätsware *facepalm*)) – mit der U-Bahn mit extrem geilen Türen – wenn man da den Hebel betätigt gehen die wirklich sofort in annähernder Lichtgeschwindigkeit auf und man kann sich nicht noch einen Kaffee bestellen (ist bei den Preisen aber wohl eh besser so) bevor man den ersten Schritt hinaus wagen kann – in die Unterkunft zurück.