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Ab zum Strand mit falschem Sirup – Tag 5

Interrail Tag 5 und diesmal treibt uns das idyllische Valencia mit Sonnenstrahlen aus unserer Unterkunft. Wie eigentlich die gesamte bisherige Reise, war auch dieser Tag von Hitze uns Sonne geprägt. Die Luft und Hitze in Valencia ist allerdings ganz anders heiß als jene in Madrid (nein ich bin nicht wahnsinnig), ich empfinde sie als angenehmen, Alex nicht so. Zumindest der Wind hier fühlt sich halbwegs kühl an, in Madrid hatte man das Gefühl ein Windstoß führt noch zusätzlich zu einem exponentiellen Anstieg der gefühlten Temperatur, je nach Windstärke.

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© Gregor

Während wir noch ein paar Kirchen und sonstige Gebäude die (um Alex zu zitieren) „irgendwie wichtig ausschauen“ abgeklappert haben, wunderten wir uns auf dem Weg durchgehend über die eigenartige Anordnung der Fußgängerampeln (diese sind oftmals direkt neben jenen für die Autofahrer und man muss 2 mal schauen bis man erkennt ob man gerade gehen darf oder Gefahr läuft eines qualvollen Todes in einer wunderschönen Stadt zu sterben), aber eigentlich ist es gar nicht so relevant, denn die Fußgängerampelfarben haben hier sowieso nicht dramatisch viel Relevanz. Hier geht’s zu wie auf der Mariahilferstraße, nur halt überall.

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© Alex

Auch bemerkenswert anders sind die „Einweiser“ (die haben bestimmt auch noch einen besseren Namen, aber wenn wir einen Spanier danach fragen würden, würde uns der bestimmt nicht verstehen, Englisch ist nicht grad die Paradedisziplin, des Durchschnittsspaniers, so scheint es zumindest), die stehen nämlich durchgehend mit dem Arm wachelnd (das muss doch irgendwann voll weh tun?!) neben leeren Parklücken und versuchen annähernde Autofahrer dazu zu motivieren genau ihre Parklücke zu wählen, damit sie ihnen beim Einparken helfen können. Diese Leistung dürfte dann mit einer freiwilligen Spende oder so entlohnt werden. Naja die einen gehen betteln, die anderen machen Straßenmusik und die dritten gehen Autos einweisen. Warum auch nicht.

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© Gregor

Übrigens sind wir auf die geniale Idee gekommen nach Sirup in einem Supermarkt (nachdem es in Valencia ja einige – zumindest mehr als in Madrid (Halleluja!) – gibt) Ausschau zu halten. Sagen wir mal so: Wir dachten wir hätten ihn gefunden. Trauben-Sirup, der direkt neben dem Essig gestanden ist („Alarmglocken sollten leuten“ Nummero 1), dazu noch sehr dünnflüssig war (Alarmglocken sollten leuten“ Nummero 2) und auch kein Mischverhältnis aufgeschrieben hatte (Alarmglocken sollten leuten“ Nummero 3). Wenn man diese drei Punkte kombiniert, wird man schnell erkennen, dass wir ganz sicher kein Sirup gekauft hatten, sondern offensichtlich Trauben-Essig (ich befürchte Sirup gibt’s hier gar nicht). Hat übrigens gar nicht mal sooo gut geschmeckt im Wasser (welches aus der Leitung hier übrigens sehr chlorhaltig schmeckt).

Der folglich Fußweg ging durch den schönen Grünstreifen/Park der mitten durch Valencia durchgeht. Dieser Park ist vor allem von zwei Dingen geprägt: Viele viele Fußballfelder (sie dürften großteils Vereinen gehören, evtl. sind dort einfach fast alle Fußballvereine Valencias versammelt untergebracht) und keine Toiletten weit und breit. Ernsthaft, warum baut man einen Park ohne ausreichende Toiletten?!

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© Gregor

Wir schreiten also weiter unseres Weges, das festerklärte Ziel ist das Meer (wir hätten eigentlich mitdenken können und Badehosen aus der Unterkunft mitnehmen können), vorbei an riesigen, modern aussehenden, großteils leerstehenden Gebäuden, welche die Vermutungen von reinen Panoramaverbesserungsmaßnahmen aufkommen ließen (der Panoramabehörde hätte das sicher gefallen), hindurch durch einen ausgestorbenen Bezirk der so wirkte als wollte man hier ein modernes Viertel hochziehen, aber man hat es einfach nicht geschafft.

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© Alex

Wenige Bootsbesichtigungen und erstaunte Blicke die sich auf die Inlineskaterin richteten die sich in beeindruckender Art und Weise (und einem beachtlichen Tempo) durch die Luft der Hafenhallen wirbelte, war auch endlich ein Strand in Sicht.

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© Gregor

Das Wasser, welches es sichtlich genoss auf den wunderschönen Sandstrand zu fließen, schnell noch angetestet und den Markt direkt daneben mit der Hoffnung auf die Auffindung schöner Sonnenbrillen (Spoiler: die Hoffnung erfüllte sich nicht) durchschlendert und dann ging es auch schon wieder an den Gebäuden die Alex fälschlicherweise für ein Einkaufszentrum gehalten hat, vorbei und langsam zurück in die Innenstadt.

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© Alex

Beeindruckt haben wir beim abendlichen Rundgang durch die Einkaufsstraßen dann noch festgestellt, dass es selbst in Valencia (wie auch in Madrid) einen Apple-Store gibt (UND BEI UNS IN GANZ ÖSTERREICH KEINEN EINZIGEN). Am Ende des Tages standen (laut Withings-Pop-Messung) 37,056 Schritte (was sich lauf Withings auf 32,85 Kilometer beläuft) und die Erkenntnis, dass Interrail wohl eine der besten Methoden wäre abzunehmen, obwohl wir das eigentlich beide nicht nötig haben. Also wer mal wieder eine Diät braucht: das ist bestimmt eine der schönsten und erfahrungsreichsten Methoden überhaupt.

Und morgen geht’s dann weiter nach Barcelona (ok das ist gelogen ich schreib das gerade während wir im Zug nach Barcelona sitzen, aber psssstt….)

One Comment

  1. schnaubelbaer 25. Juni 2015 at 16:07

    Wann kommt mal was vom Alex ??

    Antworten

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