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Aus dem paroramabehördlich geprüften Madrid ins WLAN-lose Valencia – Tag 3 & 4

Gut damit hätten wir die selbstauferlegte jeden Tag ein Blogpost Vorgabe auch erfolgreich gebrochen. Dafür dürft ihr jetzt hier gleich Texte mit literarischem Besonderheitswert von gleich zwei Tagen lesen.

Unseren letzten Tag in Madrid gingen wir nicht mehr ganz so extrem an, auch weil ein gewisser Mitreisender auf die grandiose Idee gekommen ist einen Zug zu reservieren, welcher zu einer bemerkenswert frühen Zeit den Bahnhof von Madrid verlassen soll. Also klapperten wir noch ein paar Orte in der Großstadt ab, die wir bisher noch nicht gesehen hatten bzw. von denen wir bisher glaubten sie noch nicht gesehen gehabt zu haben. Der gleiche Mitreisende hat es nämlich auch versäumt so manche Teile unserer Erkundungsreise ausreichend zu dokumentieren. Dies gründete aber auch in der Erkenntnis, dass die Madrider Innenstadt eigentlich gar nicht mal so groß ist und wir uns nach 2 Tagen eigentlich schon recht gut zu Recht gefunden haben. Orientierungssinn olé!

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© Gregor

Der finale Abschnitt unserer Madrid-Erkundungsreise führte uns unter anderem über eine Brücke, die in Österreich niemals zugelassen werden würde bzw. nicht mehr existent sein dürfte hin zu grünen Vögeln deren einzigartiges Erscheinungsbild wir nicht mit unserem viel zu teuren Kameraequipment – das wir hier die ganze Zeit mit uns herumschleppen – einzufangen geschafft haben. Man konnte die Gegend dort bestimmt eher als „abgefuckt“ bezeichnen, wenn man das denn wollte.

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© Alex

Auch haben wir es geschafft eine Gondelbahn quer über Madrid zu überstehen, deren TÜV Zertifikat bestimmt auch nicht existent wäre, aber bei der Aussicht würde sogar die österreichische Panoramabehörde ein Auge zudrücken.

Abgeschlossen wurde der Tag bei einem letzten (*sadface*) Abendrundgang durch einen der Parks (beim Temple of Debod), ganz nahe unserer Unterkunft, bei dem sich herausstellte, dass die Spanier scheinbar auch unter der Woche am Abend nicht vor dem Wein zurückschrecken. Ach und Alex hat noch ein Souvenir gekauft, weil er meint er hat noch nicht genug Magneten an seiner Wand hängen (das ist auch irgendwie eine interessante Variante des Schwanzvergleichs, oder?)

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© Alex

Madrid TL;DR: Schöne Stadt, wirklich tolle Atmosphäre, mir persönlich etwas zu dreckig, viele und große Parks, gutes U-Bahn-Netz. Madrid: Gerne bald wieder!

Wir springen jetzt mal ein paar viel zu wenige Stunden Schlaf nach vorne. . Madrid am Morgen war ziemlich ausgestorben, zum Genießen, war allerdings wenig Zeit, weil eigentlich braucht dieser Gregor immer noch einen Kaffee in der Früh, den er heute wieder nicht bekommen hat. (Skandal!). Zumindest haben wir uns auf dem verwirrenden Bahnhof dann auch irgendwann zurechtgefunden (es gibt zweimal die gleiche Bahnsteignummer für unterschiedliche Zugtypen, oder so… wtf?). Nachdem unser Gepäck durchgescannt wurde – ja nicht nur die Engländer sind scheinbar sicherheitsfanatisch – und wir die spanischen Anweisungen der netten Dame die unsere Zugtickets gecheckt hat ignoriert haben – wir wollten sie natürlich nur nicht in Verlegenheit bringen, falls ihr Englisch nicht so toll ist *hust* – wurden wir zum Glück von zwei hilfsbereiten Spaniern auf den korrekten – und nicht sonderlich offensichtlichen – Weg zum Bahnsteig hingewiesen.

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© Gregor

Die Zugfahrt war dann super. Viel Platz uns sogar mit Steckdosen… (da kommt doch noch was) … naja leider waren die Klimaanlagen, nicht auf unsere Bekleidung – die sich in kurze Hose + T-Shirt zusammenfassen lässt – ausgelegt und somit war es doch etwas kalt im Zug. Aber wir wissen, dass wir uns bei der nächsten Fahrt am besten mit Winterjacke und Skiunterwäsche in den Zug setzen sollten. Ach und die WLAN-Maslow-Pyramide haben sie auch nicht beachtet, aber das hatte ich auch nicht erwartet, oder vorausgesetzt.

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© Alex

Angekommen in Valencia (Gregor bekommt seinen Kaffee!!!! (wieso steht das nur in Klammern?!)), erstmal das nächstbeste Tourismusbüro aufgesucht. Das sonderliche: Vor diesem Tourismusbüro war eine Schlange. Also eine Menschenschlange (versteht sich). Vermutlich sind wir aber die einzigen beiden Menschen auf der Welt die das irgendwie beeindruckend fanden.

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© Gregor

 

Mit all dem Gepäck, was für diese Reise vorgesehen ist, erkundeten wir dann erstmal Valencia. Unser Rücken wird es uns danken. Erster Eindruck: Wunderwunderschöne Stadt, ziemlich sauber und mit etwas mehr Supermärkten als in Madrid. Nachdem wir also mit abartig vielen durch die schwere Gepäckslast verschuldeten Pausen, die ersten Meter in Valencia zurückgelegt hatten, wurde zu Mittag eine Wassermelone aus dem Markt herangezogen. An dieser Stelle ist anzumerken: Wenn Gregor sagt wir schaffen nicht mehr als eine halbe Wassermelone, dann hat er sehr wahrscheinlich recht und man sollte ihm (wie es zum Glück der Umwelt) in diesem Fall auch geschehen ist. Der Markt ist durchaus ein interessantes Fleckchen. Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Backwaren waren dort vertreten und das druchgemischt von aufwendigen Ständen bis hin zu sehr einfach gehaltenen. Insgesamt wirkte aber alles sehr sauber und ordentlich frisch gehalten. Ein Markt ganz nach meinem Geschmack.

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© Alex

Nach dem Verzehr der Wassermelone und dem mehrmaligen vergeblichen Versuch meinerseits ein freies WLAN für die weitere Kontaktaufnahme mit unserem AirBnB-Host zu finden, kamen wir dann trotzdem rechtzeitig in unsere Unterkunft. Abgeschlossen wurde der Tag nach einem kurzen Regenschauer (man hatte fast das Gefühl für die Einheimischen sei dies gerade ein weltbewegendes Ereignis gewesen) mit der traditionellen Suche nach einem Supermarkt, welche sich wieder als recht zeitaufwendig aber immerhin schlussendlich – im Gegensatz zu Madrid – als zu bewältigend herausstellte.

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© Gregor

P.S.: Ich habe heute seit ewiger Zeit wieder Wasser in einer Plastikflasche gekauft und es fühlt sich so schlecht an. Ich geh mich jetzt in die Ecke schämen.

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© Alex

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