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Barcelona: Fußball, Strand und Straßenmusik – Tag 8

Wir sind nun bereits dem 8. Tag unterwegs und die Zeit scheint wie im Fluge zu vergehen. Ankommen in der neuen Stadt, schnell so viel wie möglich zu Fuß anschauen und schon geht es ab in die nächste Stadt. Vor allem im Gegensatz zu Madrid – wo unser Aufenthalt ähnlich lang war – verging die Zeit in Barcelona extrem schnell, und so ergibt es sich, dass dies schon unser letzter Tag und Barcelona und damit auch der letzte Tag in Spanien ist. Morgen geht es dann weiter nach Paris (und wieder schreibt er diese Lüge eiskalt runter, während er im Zug nach Paris sitzt (nach abermaligem Unverständnis für das System und die Arbeitskräfte des Barcelona Sants Bahnhofs (aber dazu morgen mehr (hoffentlich))))

IMG_1396Nachdem Alex meinte er wolle unbedingt zumindest – wenn schon nicht die Madrider Stadien – das leere Barcelona Standion ansehen – wofür ich mich eigentlich nicht sonderlich begeistern konnte – statteten wir dem Camp Nou zu Tagesbeginn (oder bei unserer Aufwach- und Wegzeit) einen Besuch ab. Natürlich erst nach dem angemessenen Morgenritual mit dem sich selbstbeschreibendem Namen „Kaffee und Bäckerei“.

Für den Preis den man in Barcelona für den Eintritt ins Stadion ohne Spiel hinlegt, kann man fast schon ein österreichisches Bundesligaspiel (mit Stadioneintritt!) besuchen. 17€ für Schüler und Studenten (ich bezweifle, dass der Ticketverkäufer von unseren – übrigens offiziell schon ungültigen – Schülerausweisen auch nur ein Wort lesen konnte) und 23€ für Erwachsene. Ich möchte nochmal herausstreichen: Dabei sieht man nur das Stadion und ein Barcelona-Museum.

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Drinnen war alles wie gewohnt. Im „Museum“ wurde ein Pokal neben dem anderen ausgestellt und alte Sportbekleidung zum Besten gegeben. Menschen posierten mit und neben den Pokalen (fragt mich bitte nicht warum ich verstehe es doch auch nicht). Natürlich kam auch die schlechte Greenwall Technik nicht zu Kurz: Ein Semi-Gephoshopptes Bild im Stadion oder auch ein Bild auf dem es so ausschaut als würde man Schulter-an-Schulter mit seinem Barcelona-Star stehen: Kein Problem! Ich muss das alles nicht verstehen, ich will das alles nicht verstehen und ich höre jetzt einfach auf weiter darüber nachzudenken.

Sehr interessant waren auch die Audio-Guides. Würde man davon ausgehen, dass bei einem Eintritt von 17 bzw. 23 Euro Audio Guides mitinbegriffen sind, der irrt fatal. Nochmal extra 5€ hätte man dafür bereits sein müssen auf den Tisch zu legen (ich weiß übrigens nicht was die Semi-Gephotoshoppten Bilder gekostet hätten, aber gratis waren die natürlich auch nicht).

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Kurze Begeisterung machte sich breit als ich im „Multimedia“-Bereich des Museums eine Oculus Rift erblickte – schon länger man wollte ich die ausprobieren – doch leider wurde die Begeisterung von der kurze Zeit später aufkommenden Ernüchterung, dass dies die Uralt-Version der Rift mit mega schlecht aufgelöstem Display ist. Unterm Strich bleibt: Es ist ein beeindruckend großes Stadion, ich würde sicher nicht mehr 17€ zahlen um dort hineinzukommen, aber ich würde auf jeden Fall wenn sich die Möglichkeit irgendwann mal ergeben sollte um einen nicht allzu absurd hohen Preis zu einem Spiel zu kommen, diese wahrnehmen, denn die Stimmung ist sicher gigantisch (und der gespielte Fußball natürlich auch großartig). Auch und ich war bitter enttäuscht von den Sitzen im Stadion: Die waren aus Plastik. Ich will wahrscheinlich gar nicht wissen wie viele Sitze da so pro Spiel kaputt gehen und ausgewechselt werden müssen.

Was andere mit dem Touristenbus fahren, gehen wir einfach mal zu Fuß. Der Vorteil: Man weiß immer ob man richtig gegangen ist, weil auf der Route die wir für den Tag auserkoren hatten, nahezu durchgehend Touristenbusse unterwegs waren. Dieser Zustand ermöglichte uns nahezu zwischenfallsfreie Sightseeing-Aktivitäten und das obwohl die Tourismusorganisation unseres Unvertrauens es nicht geschafft hatte einen Plan zur Verfügung zu stellen, der korrekt genordet war. Da blutet mit das Ex-Pfadfinder-Herz.

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Auf dem Weg zum Strand – eine Abkühlung hatten wir uns unseres Erachtens nach (und das ist ja immerhin das einzige was zählt) eindeutig verdient – liefen wir dann noch in einer Einkaufsstraße sehr auffälligen und guten Straßenmusikern über den Weg. Eine sehr authentische und witzige Truppe dürfte das gewesen sein.

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Nachdem wir bei einem kurzen Ausflug ins Kühle (aber sehr angenehme) Nass mit anschließenden Körperbräunungsintentionen, feststellen mussten, dass der Strand in Barcelona lang nicht an jenen in Valencia herankommt, suchten wir noch nach einer Nahrungsaufnahmestätte, die leistbar und uns nicht vollkommen abartig erschien. An Greenpeace AktivistInnen vorbei – die mit der Arctic Sunrise gerade im Hafen angelegt hatten (was für eine bemerkenswerte NGO) – hin zu einem Buffet/All-You-Can-Eat das überraschenderweise nicht diesen McDonalds-Flair und Geruch hatte bei dem man sich einfach nur bei jedem Schritt den man weiter in das Gebäude vordringt, weiter ankotzen möchte. Nachdem wir den ganzen Tag noch nichts g’scheites zu Essen hatten erschien dies irgendwie passend und leistbar. Das Restaurant war übrigens auch richtig schön eingerichtet, was fast noch mehr erstaunte. Während die Auswahl an Hauptspeisen nicht allzu groß war, ragte daneben ein großes Salat-Buffet und am anderen Ende Obst und andere Nachspeisen. Sollte sich übrigens mal jemand in Barcelona ansaufen bzw. vorglühen wollen, der soll sich bei mir melden, denn dort war das Bier im All-You-Can-Drink (zumindest als wir dort waren) mitinbegriffen.

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Durch geheimnisvolle aber vielmehr angsteinflösende Wälder, aber immerhin mit einem wunderschönen Blick über die Stadt, ging der Tag in den späten Abendstunden zu Ende während wir noch farbenfrohe Wasserspiele inmitten der Stadt beobachteten.

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