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Gebt den Spaniern keine englischen Klimaanlagen-Bedienungsanleitungen – Tag 6 & 7

So und wieder ein gesammelter Blogpost von 2 Tagen (zhzhzh!). Dieser Blogpost wird Ihnen präsentiert mit der eiskalten Frische des Valencia-Barcelona Transports und der weiterhin spanischen Hitze der Großstadt.

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© Alex

Tag 6 ging früh los (aber zum Glück nicht ganz so früh wie in Madrid bei der Abreise). Und es ging in einem erstmal gar nicht allzu kühlen – ja fast schon angenehmen – Zug wieder zurück nach Madrid. Nein wir haben die Planung nicht vollkommen vergeigt, es geht nur halt einfach nicht gut anders. Nachdem wir mittlerweile natürlich schon Madrid-Bahnhof-Profi-Einsteiger/Umsteiger sind, verlief das auch alles reibungslos. Hier wurden übrigens zum Ersten mal auch die Reisepässe/Personalausweise die fest durch einen schwarz-aus-weiß-Aufdruck mit dem Interrail Ticket verbunden sind, kontrolliert. Da war wohl eine ganz Korrekte am Werk.

Und selbstverständlich mussten wurden unsere Rucksäcke abermals gescannt (in Valencia übrigens auch), was sich mir noch immer nicht ganz erschließt, denn man selbst muss nichtmal durch so ein Metall-Detektor-Flughafen-like Gerät durchgehen, was erwarten die also in den Rucksäcken zu finden? Messer und Bomben schaff ich auch noch so mit mir herumzutragen. Aber vermutlich alles Placebo, damit sich die Amis wie zu Hause fühlen mit den ganzen Post-9/11-übermäßigen Sicherheitschecks.

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© Gregor

Die Fahrt von Madrid nach Barcelona war dann wieder von einer eisernen Kälte geprägt. Die sollten echt mal ihre Klimaanlagen in den Griff bekommen. Aber die gute Nachricht ist: Wir habens auch überlebt. Nahezu unbeschadet.

Am Bahnhof in Barcelona wurden allerdings dann ein paar Nerven von mir getötet und verwandelten sich in graue Haare die blitzschnell aus meiner Kopfhaut emporzusteigen schienen (so fühlte es sich zumindest an und ich bin mir fast sicher, dass es sich genauso ereignet hat). Das Ticket von Barcelona nach Paris konnten wir nämlich – im Gegensatz zu sämtlichen anderen Tickets – nicht online buchen. Nachdem die nette Dame von der Auskunft uns auf andere Schalter verwies hatten wir schon das Ziel in Sicht, denn nahezu niemand stand dort angestellt. Doch der Eindruck trügte. Nachdem uns der erste man am Schalter in Spanisch anzuschreien begann und auch nach dem 5. Hinweis meinerseits nicht bereit (und höchstwahrscheinlich auch nicht fähig) war mir eine akkurate Antwort in Englisch zu liefern, gingen wir zum nächsten Schalter. Der Mann hinter diesem Schalter wies uns dann – nicht sonderlich nett, aber zumindest verständlich – auf das hier herrschende Turn-Number-System (dieses Ding wo du eine Nummer ziehst und dann nach einiger Zeit auf riesigen Schildern steht zu welchem Schalter du gehen darfst) hin.

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© Gregor

Eine 3/4 Stunde (oder so) später wurde der Zielsprint eingeleitet und wir fieberten dem Aufruf der Nummer fast schon entgegen. Glücklicherweise dürften wir einen der wenigen Menschen am Schalter erwischt haben, der halbwegs Englisch konnte, was den Ablauf sehr beschleunigte. Nichtmal die Schilder die auf das Turn-Number-System hinwiesen waren in Englisch, ich mein‘ Leute: DAS KANN DOCH NICHT SO SCHWER SEIN! (you had one job!). Das ist ein verdammter Bahnhof, da sind einfach mal viele Ausländer, ob es euch gefällt oder nicht, und die können, ob es euch gefällt oder nicht, nunmal nicht alle Spanisch. (wahrscheinlich waren die Bedienungsanleitungen für die Klimaanlagen im Zug auch in Englisch, das würde so einiges erklären)

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© Gregor

Achja apropos Touristen und Ausländer: Es ist fast schon beachtlich wie viele deutschsprachige Menschen einem hier über den Weg laufen. Das war weder in Valencia noch in Madrid in diese Maße der Fall.

Wie auch immer. Wir haben uns wie auch schon in Valencia aus Kostengründen (und weil wirs können) für den Nichtkauf der Öffi-Tickets entschieden. Bisher taten wir recht gut daran. Einer der Gründe dafür, war auch die relativ nahe am Bahnhof liegende AirBnB-Unterkunft, welche übrigens überraschend organisiert ist. Wir haben in der Küche ein eigenes Kästchen mit Besteck und im Kühlschrank ein eigenes Fach. Zusätzlich gibt es noch direkt in der Wohnung Reise-Prospekte und auch der Gastgeber selbst hat Barcelona-Tipps und Empfehlungen ausführlich niedergeschrieben.

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© Gregor

Von dieser Organisiertheit beeindruckt erblickten wir dann am Weg in die Innenstadt erstaunliches. Hier waren DIXIE Klos aufgestellt (so weit so unspektakulär) und Form von Pisuars. Leider war es nicht möglich mit den Rolltreppen (die hier ja einfach mal mitten in der Gegend herumstehen) direkt zu den DIXIE Klos zu gelangen, aber ich bin mir sicher, das bekommen die auch noch irgendwann hin.

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© Alex

Etliche Kirchen und Gebäude die „wichtig aussehen“ später rührte sich natürlicherweise der Magen und wir mussten feststellen, dass es hier irgendwie sehr schwer möglich ist Essen ohne Wein zu bestellen. Und noch schwieriger Essen ohne Alkohol. Erkenntnis des Tages war folgedessen, dass man auf nüchternen Magen zwar (soweit bekannt) sehr schnell betrunken wird, sich das Trunkenheitsgefühl aber auch schnell wieder legt.

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© Alex

Der 7. Tag war dann von sehr viel Gehen und Sightseeing geprägt. Achja und hier gibt es auch selbstverständlich einen Apple-Store. Und Barcelona: Eure Touristen-Informations-Karten sind viel schlechter als jene von Madrid und vor allem jene aus Valencia. Achja und wir haben wieder Weed angeboten bekommen (hier in Spanien müssen die echt viel kiffen) und das bemerkenswerte daran: Der Dealer hat uns in Englisch angesprochen. Das haben noch die wenigsten VerkäuferInnen geschafft, nichtmal die mit der viel zu hohen Stimme aus einer der vielen – in Spanien gibt es echt überall viele – wunderbaren Bäckereien mit den hervorragenden Croissants.

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© Gregor

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© Alex

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© Gregor

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