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Tag 27 – 29: Wenn einem der Kaffee verweigert wird und was der Gaskocher damit zu tun hat

Der 27. Tag begann mit einer großen Enttäuschung. Unser heißgeliebter „husholdningssaft“-Verdünnungssaft war leer geworden und musste entsorgt werden. Das Relique aus norwegischen Zeiten wurde also feierlich bei einer Zeremonie der Plastiktonne zugeführt. Um auch noch die Stadt Goteborg selbst erkunden zu können suchten wir uns einen Parkplatz in der Innenstadt, da unser Stellplatz doch deutlich außerhalb lag und ja heute für die Saison zusperrte. Durch die Parkuhr zeitlich beschränkt gerieten wir unglücklicherweise genau in eine Regenfront hinein, was die Zeit der Besichtigung erheblich einschränkte, daher kann ich nur so viel sagen: Das was wir gesehen haben war schön. Goteburg, Daumen hoch (außer für’s Wetter!). Nächster Halt: Malmö. Obwohl wir zuerst nicht so wirklich wussten ob wir uns die Stadt tatsächlich anschauen wollen, erwies es sich als richtig dies zu tun. Obwohl dort irgendwie nichts los ist, ist es eine nette Stadt vor allem mit einer schönen Innenstadt/Altstadt. Der durch Stadtbesichtigungen geprägte Tag endete nach der Überfahrt der Öresundbrücke an einem Hafen in Kopenhagen. Dort war nämlich ein Stellplatz für Campingbusse vorgesehen, der nur über einen Automaten funktioniert und bei dem man eine Chipkarte für den Zutritt zu WC und Dusche bekam. Sehr absurd, aber es hat alles funktioniert, Automatisierung Olé!

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Die für den Morgen anberaumte Kopenhagen Stadtbesichtigung begann (wie sollte es auch anders sein) im Regen. Obwohl sich das Wetter mit der Zeit besserte konnte uns die Stadt nicht so wirklich überzeugen. Spielt sich eher in der Liga „Okay“ ab, aber mehr ist von meiner Seite (zumindest bei diesem Kurz-Besuch) nicht drin. Nachdem wir die zum über die Nacht geladenen Batterien wieder im Auto verstauten, ging es erstmal in dieser Reise wieder in Richtung deutschsprachiges Gebiet. Next Stop: Hamburg. Meiner abermaligen Unfähigkeit der Koordination (mir fällt grad erst auf, mir ist das irgendwie öfter passiert) zuschulden, fuhren wir über eine Fähre und nicht wie ursprünglich geplant über eine Brücke. Etwas vom Preis geschockt beruhigte ich mich später zumindest damit, dass auch die Brück einiges gekostet hätte und es nicht wirklich so viel Unterschied gemacht hätte, da die Strecke über die Brücke auch noch einige Kilometer länger gewesen wäre. Spät aber doch kamen wir in der deutschen Hafenstadt an um auf dem Wohnmobilhafen die Nacht zu verbringen. Doch alles lief ein bisschen anders als geplant und der Wohnmobilhafen war voll, was uns dazu zwang gemeinsam mit einigen anderen Bussen und Wohnmobilen auf öffentlichen Parkplätzen daneben stehen zu bleiben. Dieser Umstand „zwang“ uns auch dazu das erste mal auf der Reise „essen zu gehen“ (ist blöd wenn man mitten auf der Straße den Gasgriller ausßackt) was deutlich nobler klingt als es tatsächlich war: Es war einfach ein McDonalds direkt daneben.

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„Jetzt ist’s auch schon egal“, dachte ich mir am nächsten Morgen und versuchte von eben jenem McDonalds auch noch Kaffee und Kakao zu organisieren. Das klingt jetzt einfacher als es tatsächlich war. Da wir aus Nicht-Euro-Ländern kamen hatte ich kein Bargeld dabei, die Bankomatkarte wurde erst ab 5 Euro genommen und als ich versuchte meine Bestellung so zu verändern, dass ich auf 5 Euro komme, ging die Bedienung mindestens 3 mal weg weil sie auch noch für’s Drive-In zuständig ist. Ich wusste wieder warum ich den Dreckladen sonst nie besuche und ging einfach. Ohne Kaffe und Kakao :( Dafür war aber die Hamburger Innenstadt sehr ansehnlich. Hafen, Gebäude und der Freitag-Shop konnten sehr überzeugen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns so halbwegs sicher, dass unsere Batterieprobleme an einer defekten Batterie lagen und nicht an der Lichtmaschine, da wir mittlerweile über 1500 km ohne Probleme unterwegs waren. Doch als Alex dann auf die Idee kam die Lichter doch mal wieder auszuprobieren, wurden wir eines besseren belehrt. Plötzlich fingen Anzeigen an herumzuspinnen und Lichter an zu blinken (ich glaub es haben nicht wirklich Lichter geblinkt, aber das klingt cooler). Der für den nächsten Tag vorgesehene Besuch in einer VW-Werkstätte war also tatsächlich dringen nötig.

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