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Tag 30 – 32: Das mit den Drogen und der Polizei

Gesagt getan: Der Besuch beim VW-Mechaniker stand an. Wir erwarteten Schlimmes als der Mechaniker die Motorhaube öffnete und erstmal die Worte „Wos is n des“ aus seinem Mund kamen. Das lag aber keineswegs daran, dass er inkompetent war oder wirkte, nein es war nur einfach eine falsche Lichtmaschine im VW Bus verbaut und leider war diese schon so alt, dass man die Seriennummer nicht mehr lesen konnte. Also blieb nur die Wahl zwischen neu-neuer Lichtmaschine und neu-gebrauchter. Wenige Handgriffe später und 200€ leichter verabschiedeten wir uns auch schon wieder. Wir hatten keinen wirklichen Zwischenstopp mehr vorgesehen (weil uns die vielen Stadtbesichtigungen der letzten Tage auch schon etwas auf die Nerven gingen) und versuchten daher einfach Meter (oder eher Kilometer) zu machen. Richtung Österreich. Doch mit dem folgenden hatten wir dann nicht gerechnet. Irgendwo in Bayern auf der Autobahn überholte uns eine Polizeistreife, schaute auffällig deppat zu uns herein und forderte uns dann auf ihnen zu folgen. Die Standard-Fahrzeugkontrolle mit Papieren, Pannendreieck, Erste-Hilfe-Zeugs und Warnweste war ja noch okay, aber als sie Alex dann zum Drogentest aufforderten wurde es komisch. Wir hielten erst kurz vorher bei einer Raststation was das mit dem Urin-Test deutlich erschwerte. Nach nicht ganz einer Stunde standen wir noch immer bei der Autobahn-Tankstelle. Die Polizist*innen verhielten sich dabei durchwegs unprofessionell. Wir wurden geduzt und mit lächerlichen Polizeimaschen konfrontiert. Zumindest durfte ich aber auch mal einem Polizeiauto zum Revier hinterherfahren, wo Alex dann schlussendlich doch den Urin-Test durchführen konnte der erwartungsgemäß negativ ausfiel. Wachgerüttelt von dieser vollkommen unnötigen Aktion wurde noch ein paar Kilometer gefahren und dann irgendwo in einem Industriegebiet halt gemacht.f1019877672

Der letzte Stopp vor Wien war unser nächstes Ziel. Noch einen Tag Entspannung (vor allem nach den gestrigen Ereignissen) vor dem Großstadtgetummel tat uns beiden gut, also hielten wir in Gmunden um uns noch ein bisschen die Stadt zu erkunden und am See zu chillen (wie man das im coolen Jungendslang ja so sagen muss). Obwohl ich mich fürchterlich über die Kommerzialisierung des Sees (Schwimmen war nur im Bad mit Eintritt erlaubt) beschwerte war es ein recht entspannter Tag.

Letzte Etappe. Letztes Mal Zusammenpacken. Letztes Mal Wasservorräte auffüllen. Ab nach Wien. Fast wären wir enttäuscht gewesen wenn es nicht auch auf dieser Strecke zumindest ein bisschen geregnet hätte, aber nur fast, der Wettergott hätt’s ruhig auch sein lassen können. Auf den letzten Metern vor meiner Wohnadresse nochmal ein kurzer Schock: Dreißiger Zone, Polizist*innen mit Radar, wir werden rausgewunken. Aber alles ist gut gegangen. Nur eine Standard-Fahrzeug-Kontrolle und das zum Glück diesmal ohne Drogentest. Und dann war es auch schon vorbei. Nach 4,5 Wochen auf der Straße fühlt sich das „heimische“ irgendwie fast wieder fremd an.

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